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28.04.2010
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26.04.2010
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23. Pfälzer Wein- und Sektmesse: Sauvignon blanc im Fokus
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Hochmoselübergang B 50neu
(Landwirtschaftskammer Rheinland Pfalz) Bad Kreuznach, 09.02.2010
Die sechs Anbaugebiete des Landes Rheinland-Pfalz erzeugen überwiegend Qualitätsweine. Tafel und Landweine spielen im größten Weinbau treibenden Bundesland nur eine nachgeordnete Rolle. In der Jahresbilanz der Amtlichen Qualitätsweinprüfung wurden für 2009 rd. 5,28 Mio. Hektoliter (hl) Qualitätswein erfasst. Der Fünfjahres-Durchschnitt von 5,4 Mio. hl wurde im vergangenen Jahr damit leicht unterschritten. Gegen den Trend legte die Rebsorte Dornfelder noch einmal leicht zu und demonstrierte damit eindrucksvoll ihre starke Marktposition.
Stabilität und Kontinuität schreibt die Kammer über die Jahresbilanz. Gut 60 Prozent Weißwein, 30 Prozent Rotwein und knapp 10 Prozent Weißherbst, Rosé oder Rotling bedeuten dieselbe Verteilung nach Weinarten wie im Vorjahr. Nennenswerte Schwankungen zeigen allenfalls die beiden großen Anbaugebiete Pfalz und Rheinhessen mit je sechs Prozent weniger Weißwein, was aber mit mehr Qualitätswein aus roten Trauben fast wieder ausgeglichen wird. Die Pfalz unterschreitet die Vorjahresmenge um rd. 38.000 hl, Rheinhessen um 130.000 hl. Alle anderen Anbaugebiete verzeichnen leichte bis mittlere Zuwächse, Ahr: + 3,8 Prozent, Mittelrhein: +12,7 Prozent, Mosel: + 1,4 Prozent, Nahe: + 1,5 Prozent. Mittelrhein und Mosel zeigen damit im zweiten Jahr nacheinander wieder steigende Tendenz.
Allen Unkenrufen zum Trotz hat die Rebsorte Dornfelder auch 2009 ihren Marktanteil nicht nur verteidigt, sondern ihre führende Stellung um rd. 20.000 hl auf über 1,15 Mio. hl und 21,9 Prozent ausgebaut. Der Abstand zur nächst stärkeren Rebsorte Riesling beträgt rd. 100.000 hl. Der anhaltende Abwärtstrend der Weine ohne Sortenangabe (minus 8,5 Prozent) belegt das steigende Interesse der Verbraucher an Weinen mit Rebsortenidentität. Eine leichte Verschiebung zeigt die Kammerbilanz bei den Betriebsgruppen. Während Kellereien (minus 3,2 Prozent) und Weingüter (minus 4,7 Prozent) 2009 geringere Mengen zur Qualitätsweinprüfung anstellten, legten Winzergenossenschaften und andere Erzeugergemeinschaften entsprechend zu (plus 5,9 Prozent). Die landesbezogenen Betriebsgruppendaten differieren traditionsgemäß erheblich nach Anbaugebiet. Mit 57 Prozent liegen trockene und halbtrockene Weine vor lieblichen und süßen (43 Prozent), wobei ein leichter Trend von trocken zu halbtrocken im Ansatz erkennbar ist. Die einst als Markenweine kreierten Sonderweine "Classic" und "Selection" bedienen nach wie vor kleine Marktsegmente und mussten 2009 eher noch Anteile abgeben; allein Weine mit der Bezeichnung "Hochgewächs" konnten leicht zulegen (+ 6,1 Prozent).
Die Landwirtschaftskammer bezeichnete die Amtliche Qualitätsweinprüfung als anerkannte Institution an der Schnittstelle von Angebot und Nachfrage. Sie gewährleistet stabile Weinqualität und gibt damit dem Verbraucher eine verlässliche Orientierungshilfe. Die stabilen Zahlen zeigen, dass sich diese Erkenntnis auch auf der Erzeuger- bzw. Anbieterseite durchgesetzt hat.